Seemeilennachweis: so sammelst du deine Meilen für SKS und SSS
Die Meilen sind gesegelt — nur nachweisen kann sie hinterher niemand mehr. Wie viele du brauchst, wer bestätigen darf und wie du sie festhältst, solange es noch geht.
Die Meilen sind gesegelt — nur nachweisen kann sie hinterher niemand mehr. Wie viele du brauchst, wer bestätigen darf und wie du sie festhältst, solange es noch geht.
Kurz gesagt
Für den SKS ist der Nachweis von mindestens 300 Seemeilen in Küstengewässern nötig, für den SSS 1.000 Seemeilen nach dem SBF-See oder 700 nach dem SKS — dort als Wachführer oder dessen Vertreter. Bestätigen darf der verantwortliche Schiffsführer des jeweiligen Törns. Ein amtlich vorgeschriebenes Formular gibt es nicht; üblich ist eine formlose Bestätigung mit Angaben zu Person, Schiff, Zeitraum, Revier und Meilenzahl. Lass sie dir am letzten Abend an Bord unterschreiben, nicht Monate später per E-Mail.
Der Törn ist zwei Jahre her. Kroatien, zehn Tage, gute Winde, eine Nachtfahrt von Vis nach Hvar. Du weißt noch genau, wie es war — aber wie viele Seemeilen es waren, weißt du nicht mehr. Und der Skipper von damals? Der Name fällt dir ein, die E-Mail-Adresse nicht.
Das ist der Normalfall. Nicht das Fehlen der Meilen, sondern das Fehlen des Nachweises. Gesegelt sind fast alle genug; belegen können es die wenigsten.
Dieser Artikel klärt, wie viele Meilen du wofür brauchst, wer sie bestätigen darf und — vor allem — wie du sie festhältst, solange das noch möglich ist.
Für den SKS sind mindestens 300 Seemeilen in Küstengewässern nachzuweisen, auf Yachten mit der jeweiligen Antriebsart. Dazu kommen ein Mindestalter von 16 Jahren und der Sportbootführerschein See.
Für den SSS sind es 1.000 Seemeilen nach dem Erwerb des SBF-See — oder 700 Seemeilen, wenn du den SKS schon hast. Der wichtige Unterschied: Diese Meilen müssen als Wachführer oder dessen Vertreter gefahren worden sein, nicht als einfaches Crew-Mitglied. Wer zehn Jahre lang als Gast mitgesegelt ist, sammelt damit keine SSS-Meilen.
Den Nachweis legst du bei der Anmeldung zur Prüfung vor, nicht erst zur Prüfung selbst.
Gezählt wird die tatsächlich zurückgelegte Distanz über Grund, nicht die Luftlinie zwischen den Häfen. Ein Tag mit vielen Kreuzschlägen bringt also deutlich mehr Meilen, als die Karte auf den ersten Blick nahelegt.
Nicht gezählt werden Tage, an denen das Schiff im Hafen oder vor Anker liegt — auch wenn sie unbestreitbar zum Törn gehören und manchmal die schöneren sind.
Bei Meilen unter Motor gilt auf Yachten die gefahrene Strecke. Entscheidend für die Anrechnung ist eher die Antriebsart der Yacht als die des Moments. Wenn du bei einer bestimmten Fahrt unsicher bist, ob sie zählt, klär das vor der Anmeldung mit der prüfenden Stelle — im Nachhinein ist das die unangenehmere Reihenfolge.
Der verantwortliche Schiffsführer des Törns. Er bestätigt Zeitraum, Revier, Meilenzahl und die Funktion, die du an Bord hattest. Bei Ausbildungstörns übernimmt das in der Regel die Segelschule, oft schon vorbereitet.
Bei privaten Törns unter Freunden ist genau das die Stelle, an der es hakt: Niemand denkt am letzten Abend an Papierkram. Und ein halbes Jahr später an eine Unterschrift zu kommen, ist mühsam bis aussichtslos.
Das überrascht viele: Ein amtlich vorgeschriebenes Formular für die Seemeilenbestätigung existiert nicht. Üblich ist eine formlose Bestätigung, die die relevanten Angaben enthält und vom Skipper unterschrieben ist:
Weil die Anforderungen zwischen den prüfenden Stellen abweichen können, lohnt vorab eine kurze Rückfrage dort, wo du die Prüfung ablegen willst. Das ist eine Mail und spart im Zweifel eine ganze Saison.
Genau diese Angaben deckt unsere Vorlage ab — als Bestätigung pro Törn und als Meilenbuch für alles, was sich über die Jahre ansammelt.
Seemeilennachweis als PDF herunterladen — drei Seiten: eine Seemeilenbestätigung zum Unterschreiben und zwei Meilenbuch-Seiten mit 50 Zeilen und Übertrag. Keine Anmeldung, keine E-Mail-Adresse.
Druck die Bestätigung vor dem Törn aus und leg sie zum Schiffsordner. Das klingt übertrieben — es ist aber der Unterschied zwischen „hab ich" und „hatte ich mal".
Erstens: zu spät fragen. Die Unterschrift gehört an den letzten Abend an Bord, wenn alle noch beisammen sind und die Zahlen im Logbuch stehen. Danach wird es jedes Mal schwieriger.
Zweitens: nur die Summe notieren. „Kroatien 2024, ungefähr 250 sm" ist kein Nachweis. Ohne Zeitraum, Schiff und Skipper fehlt genau das, was die Bestätigung belegen soll.
Drittens: Nachtstunden nicht trennen. Für höhere Scheinstufen und manche Aufbaukurse wird ein eigener Nachweis über Nachtfahrten verlangt. Im Nachhinein lässt sich kaum rekonstruieren, welcher Teil einer Etappe im Dunkeln lag. Deshalb gehört die Nachtzeit in dieselbe Zeile wie die Meilen — beim Eintragen, nicht beim Zusammenrechnen.
Frag den damaligen Skipper trotzdem. Mit Logbuchdaten, alten Fotos oder auch nur den Hafenrechnungen als Gedächtnisstütze bestätigen viele nachträglich. Zwei Törns lassen sich so oft noch retten.
Wenn niemand mehr erreichbar ist, bleibt meist nur, die Meilen neu zu fahren. Ärgerlich, aber immerhin segelst du dabei.
Der eigentliche Grund, warum Meilen verloren gehen, ist banal: Sie werden nirgends festgehalten, wo man sie später wiederfindet.
In Sailto führt die Crew das Logbuch gemeinsam — Etappen mit Datum, Route und den Seemeilen des Tages, dazu Wetter und Notizen. Die gefahrene Strecke landet als Track auf der Karte. Am Ende des Törns steht die Summe da, statt aus Erinnerungen rekonstruiert werden zu müssen.
Wer das Logbuch als PDF exportieren will, braucht dafür den Törn-Pass; das Logbuch selbst führen und die Meilen erfassen kannst du im kostenlosen Plan.
Die Unterschrift des Skippers ersetzt das nicht — die brauchst du weiterhin auf Papier. Aber die Zahl, die darauf steht, musst du dann nicht mehr schätzen.
Mindestens 300 in Küstengewässern, dazu SBF-See und ein Mindestalter von 16 Jahren.
1.000 Seemeilen nach dem SBF-See oder 700 nach dem SKS — dort als Wachführer oder dessen Vertreter.
Nein. Gezählt wird die gefahrene Distanz über Grund, nicht die Dauer des Törns.
Nein, ein amtlich vorgeschriebenes gibt es nicht. Sie sollte aber alle relevanten Angaben enthalten und vom Skipper unterschrieben sein.
Seemeilen sammelt man beim Segeln. Nachweise sammelt man am letzten Abend, mit einem Blatt Papier und einem Kugelschreiber. Wer das zur Gewohnheit macht, steht bei der Anmeldung zur Prüfung nicht vor der Frage, wie viele Meilen dieser eine Sommer 2023 eigentlich hatte.
Und wenn du deinen nächsten Törn ohnehin mit der Crew gemeinsam organisierst: In Sailto läuft das Logbuch nebenbei mit. Kostenlos starten — für unbegrenzt viele Törns.
Passend dazu: Die Charterübernahme-Checkliste erklärt, warum die Betriebsstunden schon bei der Übernahme ins Protokoll gehören — und in der Packliste für den Segeltörn steht, was auf einem Ausbildungstörn zusätzlich mitmuss.
Mindestens 300 Seemeilen in Küstengewässern auf Yachten mit der jeweiligen Antriebsart. Dazu kommen ein Mindestalter von 16 Jahren und der Sportbootführerschein See. Den Nachweis legst du bei der Anmeldung zur Prüfung vor.
1.000 Seemeilen auf Yachten in Küstenseegewässern nach dem Erwerb des SBF-See — oder 700 Seemeilen nach dem SKS. Anders als beim SKS müssen diese Meilen als Wachführer oder dessen Vertreter gefahren worden sein, nicht als einfaches Crew-Mitglied.
Der verantwortliche Schiffsführer des Törns — also der Skipper der Segel- oder Motoryacht, auf der die Meilen gefahren wurden. Er bestätigt Zeitraum, Revier, Meilenzahl und die Funktion, die du an Bord hattest. Bei Ausbildungstörns übernimmt das in der Regel die Segelschule.
Nein, ein amtlich vorgeschriebenes Formular existiert nicht. Üblich ist eine formlose Bestätigung, die Person, Schiff, Zeitraum, Revier, Meilenzahl und Funktion an Bord nennt und vom Skipper unterschrieben ist. Weil die Anforderungen zwischen den prüfenden Stellen abweichen können, lohnt eine kurze Rückfrage dort, wo du die Prüfung ablegst.
Gezählt wird die tatsächlich zurückgelegte Distanz über Grund, nicht die Luftlinie zwischen Start- und Zielhafen. Kreuzschläge zählen also voll mit. Tage, an denen das Schiff im Hafen liegt, zählen nicht — auch wenn sie zum Törn gehören.
Frag den damaligen Skipper, ob er nachträglich bestätigt — mit Logbuchdaten oder Fotos als Gedächtnisstütze klappt das oft noch. Ohne Beleg und ohne erreichbaren Skipper bleibt meist nur, die Meilen neu zu fahren. Genau deshalb lohnt es sich, jede Bestätigung direkt am Ende des Törns einzusammeln.
Für höhere Scheinstufen und manche Aufbaukurse wird ein eigener Nachweis über Nachtfahrten verlangt. Im Nachhinein lässt sich kaum noch trennen, welcher Teil einer Etappe nachts lag — deshalb gehört die Nachtzeit in dieselbe Zeile wie die Seemeilen, direkt beim Eintragen.
Auf Yachten wird die gefahrene Strecke gezählt, unabhängig davon, ob gesegelt oder motort wurde — die Antriebsart der Yacht ist aber relevant dafür, für welchen Schein die Meilen anrechenbar sind. Wenn du unsicher bist, ob eine bestimmte Fahrt zählt, klär das vor der Anmeldung mit der prüfenden Stelle.